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ZEV, vZEV oder LEG 2026: Welches Eigenverbrauchsmodell für welche Liegenschaft?

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    Runer Solar
  • vor 6 Tagen
  • 4 Min. Lesezeit

ZEV, vZEV oder LEG: Welches Modell 2026 für Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus und Quartier wirklich passt




Einleitung


Seit dem 1. Januar 2026 ist das zweite Paket des Stromgesetzes – der sogenannte Mantelerlass – vollständig in Kraft. Damit stehen Schweizer Hauseigentümern erstmals drei Modelle zur Verfügung, um selbst produzierten Solarstrom lokal zu teilen, zu nutzen und zu verkaufen: der bewährte Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV), der virtuelle ZEV (vZEV) und die neue Lokale Elektrizitätsgemeinschaft (LEG).

Doch welches Modell passt zu welcher Liegenschaft? Ein Einfamilienhaus braucht eine andere Lösung als ein Mehrfamilienhaus, und ein ganzes Quartier wieder eine andere. Dieser Beitrag ordnet die drei Modelle 2026 ein, erklärt die Unterschiede bei Netzkosten und Aufwand und zeigt, welche Entscheidung für Ihre Immobilie wirtschaftlich sinnvoll ist.




Der Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV)


Der ZEV ist das älteste und am weitesten verbreitete Modell. Mehrere Strombezüger – etwa die Mietparteien eines Mehrfamilienhauses – schliessen sich hinter einem einzigen Netzanschlusspunkt zusammen und nutzen den Solarstrom vom eigenen Dach gemeinsam. Gegenüber dem Netzbetreiber tritt der ZEV als eine einzige Kundin auf; die interne Verteilung und Abrechnung übernimmt der Eigentümer oder ein Dienstleister.

Der grosse Vorteil: Der lokal verbrauchte Strom umgeht das öffentliche Netz vollständig, es fallen weder Netznutzungsentgelte noch Abgaben darauf an. Das macht den ZEV im klassischen Mehrfamilienhaus mit hohem gleichzeitigem Verbrauch besonders rentabel. Voraussetzung ist, dass die beteiligten Gebäude oder Parzellen aneinandergrenzen und über einen gemeinsamen Anschluss verfügen.




Der virtuelle ZEV (vZEV)


Der vZEV erweitert dieses Prinzip seit 2025 über die Grundstücksgrenze hinaus. Teilnehmende, die nicht hinter demselben Anschlusspunkt liegen, dürfen die bestehende Anschlussleitung des Verteilnetzes nutzen, um Solarstrom untereinander auszutauschen. So lassen sich benachbarte Gebäude verbinden, ohne neue Leitungen zu verlegen – ein entscheidender Vorteil im Bestand und in dicht bebauten Quartieren, wie sie etwa in der Stadt Zürich oder in Winterthur häufig sind.

Anders als beim klassischen ZEV wird der intern genutzte Strom hier über das Netz transportiert, weshalb ein reduziertes Netznutzungsentgelt anfällt. Der vZEV eignet sich, wenn mehrere Eigentümer oder Gebäude zusammenarbeiten wollen, eine bauliche Zusammenlegung aber nicht möglich ist. Die Abrechnung erfolgt über intelligente Messsysteme und virtuelle Bilanzierung.




Die Lokale Elektrizitätsgemeinschaft (LEG)


Die LEG ist die eigentliche Neuerung 2026. Erstmals dürfen Produzenten und Verbraucher Solarstrom über das öffentliche Verteilnetz hinweg handeln – innerhalb derselben Gemeinde, auf derselben Netzebene und in räumlicher Nähe. Eine LEG kann deutlich grösser sein als ein ZEV und orientiert sich grob an den Gemeindegrenzen. Damit lassen sich ganze Quartiere oder Nachbarschaften zu einer Strom-Gemeinschaft verbinden.

Der wirtschaftliche Kern der LEG ist der Rabatt auf das Netznutzungsentgelt. Befinden sich alle Teilnehmenden auf derselben Netzebene und ist keine Transformation nötig, beträgt der Rabatt 40 Prozent; ist eine Transformation erforderlich, sind es 20 Prozent. Wer Strom liefert, verkauft ihn innerhalb der LEG oft zu besseren Konditionen als bei der Rückspeisung ins Netz; wer bezieht, zahlt dank reduziertem Netzentgelt in der Regel weniger als im Standardprodukt des Versorgers.




Welches Modell für welche Liegenschaft?


Die Wahl hängt vor allem von der baulichen Situation und der Zahl der Beteiligten ab. Als Orientierung:

  • Einfamilienhaus: In der Regel kein Gemeinschaftsmodell nötig. Hier zählt die Optimierung des privaten Eigenverbrauchs mit Speicher und Wärmepumpe. Ein vZEV oder eine LEG wird erst interessant, wenn auch Nachbarn Strom abnehmen sollen.

  • Mehrfamilienhaus mit einem Anschluss: Der klassische ZEV ist meist die wirtschaftlichste Lösung, weil der Eigenverbrauch das Netz vollständig umgeht.

  • Mehrere Gebäude oder benachbarte Parzellen: Der vZEV verbindet sie über die bestehende Anschlussleitung, ohne baulichen Umbau.

  • Quartier oder mehrere Liegenschaften in einer Gemeinde: Die LEG erschliesst grössere Gemeinschaften und nutzt den Netzrabatt – ideal, wenn Erzeugung und Verbrauch über mehrere Grundstücke verteilt sind.

In der Praxis schliessen sich die Modelle nicht aus. Ein Mehrfamilienhaus kann intern als ZEV organisiert sein und gleichzeitig als Teilnehmer einer übergeordneten LEG am Quartierhandel teilnehmen. Welche Kombination rentiert, hängt von Stromtarif, Erzeugungsprofil und Mieterquote ab – im Kanton Zürich mit seiner hohen Mehrfamilienhaus-Dichte sind ZEV und vZEV besonders relevant, im Aargau spielt zusätzlich die Versorgerstruktur über die AEW eine Rolle.




Speicher und Steuerung: der Hebel für jedes Modell


Ob ZEV, vZEV oder LEG – der wirtschaftliche Ertrag jedes Modells steigt mit der Eigenverbrauchsquote. Genau hier setzt ein Batteriespeicher an: Er verschiebt überschüssigen Mittagsstrom in die Abend- und Morgenstunden und erhöht den Anteil des selbst genutzten Solarstroms in der Gemeinschaft deutlich. Batteriespeicher sind in den letzten Jahren spürbar günstiger geworden. Bei Runer Solar liegen die Preise aktuell zwischen CHF 2'000 und 2'500 pro 5 kWh schlüsselfertig installiert.

Für Gemeinschaftslösungen empfiehlt sich ein modulares, leistungsfähiges System. Das Sigenergy SigenStor vereint Wechselrichter, Speicher und Energiemanagement in einer Einheit, erreicht einen Wirkungsgrad von über 98 Prozent und bringt bidirektionales Laden (V2H/V2G), Notstrom ohne Zusatzgerät sowie eine DC-Schnellladung bis 25 kW bereits mit. Über das Cloud-EMS lassen sich Erzeugung, Speicher und Verbrauch einer Liegenschaft zentral steuern – ein klarer Vorteil, wenn mehrere Parteien denselben Solarstrom teilen. Sigenergy gewährt zudem 10 Jahre Garantie.

Auf der Erzeugungsseite verbaut Runer Solar ausschliesslich aktuelle Hochleistungsmodule: AIKO Neostar 3S+ mit bis zu 25,0 Prozent Wirkungsgrad, LONGi Hi-MO X10 mit 495 Wp in Glas-Glas-Bauweise sowie Trina Vertex S+ G3 mit i-TOPCon-Ultra-Zellen. Bei den Wechselrichtern kommen je nach Anwendungsfall Marken wie GoodWe, Huawei oder Sigenergy zum Einsatz – jeweils mit langjähriger Produktgarantie.




Fazit


Die drei Modelle ergänzen sich, statt zu konkurrieren. Der ZEV bleibt 2026 die wirtschaftlichste Wahl fürs einzelne Mehrfamilienhaus, der vZEV verbindet benachbarte Gebäude ohne Umbau, und die LEG öffnet erstmals den Stromhandel über das öffentliche Netz im Quartiermassstab. Entscheidend ist nicht das Modell allein, sondern die Kombination aus passender Rechtsform, hoher Eigenverbrauchsquote und durchdachter Speicherauslegung.

Wer 2026 eine Solaranlage plant oder eine bestehende Liegenschaft optimieren will, sollte die Modellwahl früh mit der technischen Auslegung verknüpfen. So bleibt die Anlage flexibel – auch für den späteren Beitritt zu einer LEG.


Sie überlegen, welches Eigenverbrauchsmodell zu Ihrer Liegenschaft passt? Runer Solar analysiert Ihre Ausgangslage, rechnet die Varianten durch und plant die passende Anlage. Runer Solar ist Sigenergy-Partner und offeriert ein massgeschneidertes SigenStor-System mit bidirektionalem Laden im Aargau und Kanton Zürich.





Quellen


  • Bundesamt für Energie (BFE): Stromgesetz / Mantelerlass, zweites Paket in Kraft seit 1. Januar 2026

  • ElCom – Eidgenössische Elektrizitätskommission: Netznutzung und Mindestvergütung 2026

  • Swissolar: Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) und Wirtschaftlichkeit

  • Pronovo: Zertifizierung von Erzeugungsanlagen und Herkunftsnachweise

  • VSE – Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen: Stromgesetz (Mantelerlass)


Stand: 3. Juni 2026

 
 
 

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Kommentare


Bernadette von Felten

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