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Solarmodul-Recycling im Aargau 2026: Wie nachhaltig ist Photovoltaik wirklich?

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    Runer Solar
  • vor 1 Tag
  • 4 Min. Lesezeit

Recyclingquote, Sammelstellen und reale Materialrückgewinnung – ein nüchterner Blick für Hauseigentümer und Betreiber im Kanton Aargau

 

Einleitung

Photovoltaik gilt als zentrales Element der Schweizer Energiewende. Doch je länger die Ausbaudynamik anhält, desto häufiger taucht eine berechtigte Frage auf: Was passiert mit den Solarmodulen, wenn sie nach 25 bis 30 Betriebsjahren ihr Lebensende erreichen? Gerade im Kanton Aargau, wo viele PV-Anlagen aus den späten 1990er- und frühen 2000er-Jahren stammen, wird dieses Thema in den nächsten Jahren zunehmend konkret.

Die gute Nachricht vorweg: Das Schweizer System der Modulentsorgung ist seit 2022 gesetzlich verankert, gut organisiert und für Eigentümerinnen und Eigentümer faktisch kostenfrei – sofern sie beim Kauf einer Anlage eine zugelassene Modulmarke wählen. Wie das genau funktioniert, was tatsächlich recycelt wird, wo Sie im Aargau Module zurückgeben können und wo das System 2026 noch Lücken hat, klärt dieser Beitrag.

 

Gesetzlicher Rahmen: PV-Module unter der VREG seit 2022

Seit dem 1. Januar 2022 fallen Photovoltaikmodule in der Schweiz unter die Verordnung über die Rückgabe, die Rücknahme und die Entsorgung elektrischer und elektronischer Geräte (VREG). Damit gelten für PV-Module dieselben Grundsätze wie für andere Elektrogeräte: Hersteller und Importeure sind zur Rücknahme verpflichtet, Konsumentinnen und Konsumenten zahlen beim Kauf eine vorgezogene Recyclinggebühr (vRG).

Diese Gebühr finanziert den späteren Rücktransport und die Verwertung. Wer heute im Aargau eine Anlage installieren lässt, hat die Entsorgung in 25 Jahren faktisch bereits bezahlt. Operativ umgesetzt wird das System durch die Stiftung SENS eRecycling in Zusammenarbeit mit dem Branchenverband Swissolar. Eine entsprechende Vereinbarung besteht bereits seit 2013, die VREG hat das System 2022 für alle Importeure verbindlich gemacht.

 

Das Schweizer Rücknahmesystem in der Praxis

SENS eRecycling betreibt schweizweit über 500 Sammelstellen, die PV-Module annehmen. Bis zu zehn Module pro Anlieferung können kostenlos abgegeben werden – ein typisches Volumen, wenn ein älteres Einfamilienhaus-Dach modernisiert wird. Für grössere Mengen aus Gewerbe-, Landwirtschafts- oder Industrieanlagen organisiert SENS die Abholung direkt vor Ort.

Die Rücklaufquote in der Schweiz liegt laut SENS bei nahezu 100 Prozent – im internationalen Vergleich ein Spitzenwert und ein direkter Effekt der vorgezogenen Gebühr: Wer bereits bezahlt hat, bringt das Modul auch zurück, statt es illegal zu entsorgen.

 

Sammelstellen und Praxis im Kanton Aargau

Für Hauseigentümerinnen und Betreiber im Aargau ist das Netz dicht. Über das SENS-Verbundsystem werden Module in Sammelstellen rund um Aarau, Baden, Brugg, Lenzburg, Wohlen, Zofingen und Wettingen angenommen. Aktuelle Standorte und Bedingungen sind über das Verzeichnis von SENS eRecycling abrufbar.

Ein Aargauer Landwirt im Mittelland, der eine 30-jährige Scheunen-PV durch ein modernes System mit Batteriespeicher ersetzt, kann die alten Module über den installierenden Fachbetrieb via SENS-System zurückgeben – ohne Zusatzkosten und ohne logistischen Aufwand. Auch Gewerbebetriebe in Brugg, Wohlen oder im Raum Aarau profitieren von dieser Infrastruktur, wenn Dachflächen neu belegt oder repowert werden.

Praktischer Hinweis: Wer eine neue Anlage offerieren lässt, sollte das Recycling bereits beim Vergleich ansprechen. Seriöse Aargauer Installateure bestätigen schriftlich, dass demontierte Module via SENS verwertet werden und nennen den Transportweg.

 

Was wird tatsächlich recycelt – und was nicht?

Ein typisches kristallines Silizium-Modul besteht zu rund 70 Prozent aus Glas, zu etwa 18 Prozent aus Aluminium (Rahmen) sowie aus Kupfer, Silber, Kunststoffen (EVA-Folie, Rückseitenfolie) und dem eigentlichen Silizium-Wafer. Laut SENS sind heute rund 77 Prozent der Modulmasse wiederverwertbar.

  • Aluminiumrahmen: nahezu vollständig wiederverwertet, hochwertiger Sekundärrohstoff

  • Glas: grösstenteils recycelt, je nach Reinheit als Behälter- oder Bauglas

  • Kupfer und Silber aus Anschlussdosen und Zellverbindern: separierbar und werthaltig

  • Kunststoffe (EVA, Backsheet): derzeit überwiegend thermisch verwertet

  • Silizium-Wafer: technisch anspruchsvoll, heute meist im Glasstrom mitverarbeitet

Der grösste Hebel für eine höhere Recyclingquote liegt also bei den Solarzellen selbst. Forschungsprojekte – etwa an der EPFL und im europäischen PV-Recycling-Verbund – arbeiten an Verfahren, um hochreines Silizium und Silber kostengünstig zurückzugewinnen. Erste Pilotanlagen in Europa zeigen, dass die Quote in den nächsten Jahren spürbar über die heutige Marke steigen dürfte.

 

Glas-Glas-Module: technisch besser recyclebar

Bei der Modulwahl spielt das Recyclingverhalten ebenfalls eine Rolle. Glas-Glas-Module verzichten auf die schwer trennbare Kunststoff-Rückseitenfolie und lassen sich am Lebensende sortenreiner aufbereiten als klassische Glas-Folie-Module. Wer 2026 eine neue Anlage in Aarau, Baden, Brugg oder Wohlen plant, sollte diesen Aspekt bewusst neben Wirkungsgrad, Lebensdauer und Garantie bewerten – Glas-Glas-Module bieten heute oft 30 Jahre Produktgarantie und sind langfristig die ökologisch konsequentere Wahl.

 

Ökobilanz: Wie nachhaltig ist Photovoltaik wirklich?

Die energetische Amortisation einer Schweizer PV-Anlage liegt heute bei rund 1 bis 2 Jahren. Konkret: Nach spätestens zwei Jahren hat die Anlage mehr Energie geliefert, als für Herstellung, Transport, Installation und das spätere Recycling aufgewendet wurde. Bei einer realistischen Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren produziert ein Modul also mindestens das Zwölf- bis Fünfzehnfache seines grauen Energieaufwands.

Auch unter CO₂-Gesichtspunkten ist die Bilanz klar positiv. Schweizer Lebenszyklusstudien weisen für PV-Strom rund 30 bis 50 Gramm CO₂ pro Kilowattstunde aus – ein Bruchteil dessen, was Stromproduktion aus Gas oder konventionellem Importstrom verursacht. Eine Photovoltaikanlage auf einem Aargauer Dach kompensiert ihren ökologischen Fussabdruck damit bereits nach wenigen Betriebsjahren.

 

Fazit

Photovoltaik ist 2026 nicht nur ökonomisch, sondern auch ökologisch eine der attraktivsten Investitionen für Aargauer Hauseigentümer und Unternehmen. Das Schweizer Rücknahmesystem über die VREG und SENS eRecycling sichert hohe Rücklaufquoten und eine geregelte Verwertung. Rund 77 Prozent der Modulmasse werden heute wiederverwertet, der Rest fliesst in die thermische Verwertung. Die Lücke bei der Silizium-Rückgewinnung wird in den nächsten Jahren durch neue Verfahren spürbar kleiner.

Wer eine neue Anlage plant, kann seinen ökologischen Fussabdruck zusätzlich reduzieren – durch Glas-Glas-Module, durch eine sorgfältige Auslegung mit hoher Eigenverbrauchsquote und durch einen Installateur, der die spätere Recyclingverantwortung schriftlich übernimmt. Damit wird aus der Investition in eine PV-Anlage eine konsequente Entscheidung über den gesamten Lebenszyklus – von der Inbetriebnahme bis zur Wiederverwertung in 25 Jahren.

Runer Solar plant, liefert und installiert Photovoltaikanlagen im Aargau und im Kanton Zürich – inklusive transparenter Abwicklung über das SENS-Rücknahmesystem. Wir beraten Sie zu Modulwahl, Wirtschaftlichkeit und Lebenszyklus und legen Ihre Anlage so aus, dass sie über 25 Jahre und länger zuverlässig liefert. Fordern Sie eine unverbindliche Offerte für Ihr Projekt in Aarau, Baden, Brugg, Lenzburg, Wohlen oder einer anderen Aargauer Gemeinde an.

 

Quellen

  • Swissolar – Entsorgung und Recycling von Photovoltaikmodulen

  • SENS eRecycling – Themendossier Photovoltaik / VREG-Umsetzung

  • BAFU – Verordnung über die Rückgabe, die Rücknahme und die Entsorgung elektrischer und elektronischer Geräte (VREG)

  • ee-news.ch – SENS eRecycling und Swissolar: Wie ist die Entsorgung von Photovoltaikmodulen geregelt

  • naturschutz.ch – Recycling von Photovoltaikanlagen in der Schweiz

Stand: 20. Mai 2026

 
 
 

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Kommentare


Bernadette von Felten

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