Solarmodule 2026 im Direktvergleich: AIKO Neostar 3S+, LONGi Hi-MO X10 und Trina Vertex S+ G3
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AIKO Neostar 3S+, LONGi Hi-MO X10 oder Trina Vertex S+ G3? Der grosse Modulvergleich 2026: Technologie, Wirkungsgrad, Garantie und Schattenverhalten – mit klarer Entscheidungslogik für jedes Dach.
Einleitung
Wer 2026 eine Photovoltaikanlage plant, hat die Wahl zwischen so leistungsfähigen Solarmodulen wie nie zuvor. Drei Modelle prägen das Premiumsegment besonders: das AIKO Neostar 3S+ mit ABC-INFINITE-Rückkontakttechnologie, das LONGi Hi-MO X10 mit HPBC-2.0-Zellen und das Trina Vertex S+ G3 mit i-TOPCon-Ultra-Technologie. Alle drei erreichen Wirkungsgrade um oder über 24 Prozent – doch im Detail unterscheiden sie sich deutlich.
Die entscheidende Frage lautet dabei nicht, welches Modul auf dem Papier die höchste Wattzahl trägt, sondern welches auf dem konkreten Dach über 25 bis 30 Jahre den besten Ertrag liefert. Zelltechnologie, Temperaturverhalten, Verschattungstoleranz, Degradation und Garantieumfang spielen dafür eine grössere Rolle als ein einzelnes Prozent Nennleistung.
Dieser Vergleich stellt die drei Module nüchtern gegenüber und zeigt, welche Wahl für welche Dachsituation die richtige ist.
Drei Zelltechnologien im Überblick
AIKO setzt auf ABC (All Back Contact): Sämtliche elektrischen Kontakte liegen auf der Rückseite der Zelle. Die Vorderseite bleibt frei von Sammelschienen und Zellverbindern, wodurch mehr aktive Fläche Licht aufnimmt. In der aktuellen dritten Generation kombiniert AIKO dieses Konzept unter dem Namen ABC INFINITE mit busbarloser Metallisierung und nahezu fugenlos überlappend verschweissten Zellen.
LONGi verfolgt mit HPBC 2.0 (Hybrid Passivated Back Contact) ebenfalls ein Rückkontaktkonzept. Auch hier verschwinden die Leiterbahnen auf die Rückseite, was Wirkungsgrad und Optik zugutekommt. Die Zellen basieren auf hochwertigen Wafern und sind auf eine besonders tiefe Degradation über die Lebensdauer ausgelegt.
Trina bleibt beim bewährten TOPCon-Ansatz, hebt ihn mit i-TOPCon Ultra aber auf die dritte Generation: doppelt passivierte Kontakte, eine integrierte Lichtfalle und ein feineres Kontaktraster steigern Wirkungsgrad und Schwachlichtverhalten. Der Vorteil dieses Wegs: eine ausgereifte, breit industrialisierte Technologie mit attraktivem Preis-Leistungs-Verhältnis.
AIKO Neostar 3S+: Wirkungsgrad an der Spitze
Das Neostar 3S+ erreicht im Standardformat mit 54 Zellen rund 475 bis 480 Wattpeak und einen Modulwirkungsgrad von bis zu 24,8 Prozent. Eine kompakte 500-Watt-Variante der Serie erzielt sogar 25,0 Prozent – aktuell einer der höchsten Werte, die im Endkundenmarkt verfügbar sind.
Stark ist das Modul bei Teilverschattung: Dank der zellinternen Schutzarchitektur fällt der Leistungsverlust bei partieller Abschattung deutlich geringer aus als bei klassischen Modulbauweisen. Für Dächer mit Kaminen, Gauben oder zeitweiligem Schattenwurf durch Bäume ist das ein messbarer Ertragsvorteil.
Hinzu kommen eine hohe Hagelfestigkeit – geprüft bis 35 Millimeter Korndurchmesser, ein relevantes Kriterium für Schweizer Dächer – und ein vergleichsweise geringes Gewicht der Glas-Glas-Ausführung von rund 24 Kilogramm. Die Full-Black-Optik ohne sichtbare Leiterbahnen macht das Neostar 3S+ zusätzlich zur ersten Wahl, wenn die Ästhetik zählt.
LONGi Hi-MO X10: 495 Wattpeak und 30 Jahre Garantie
Das Hi-MO X10 liefert in der Standardgrösse 495 Wattpeak bei einem Wirkungsgrad von rund 24,3 Prozent. LONGi bietet die Serie in mehreren Ausführungen an – für Schweizer Hausdächer relevant sind vor allem die robuste Glas-Glas-Variante Scientist und die leichtere Glas-Folie-Variante Explorer.
Bemerkenswert ist die tiefe Degradation: weniger als 1 Prozent im ersten Jahr, danach rund 0,35 Prozent jährlich. LONGi sichert dies mit 30 Jahren Produkt- und Leistungsgarantie ab – ein Wert, der im Markt zur Spitze gehört und die langfristige Ertragsrechnung spürbar stabilisiert.
Seit Frühjahr 2026 bietet LONGi das Hi-MO X10 zudem in einer feuerbeständigeren Ausführung an, was die Einsatzmöglichkeiten bei erhöhten Brandschutzanforderungen erweitert.
Trina Vertex S+ G3: i-TOPCon Ultra mit starkem Temperaturverhalten
Die dritte Generation des Vertex S+ erreicht bis zu 485 Watt und einen Wirkungsgrad von 24,3 Prozent. Der eigentliche Trumpf liegt im Temperaturkoeffizienten von minus 0,26 Prozent pro Grad Celsius – der beste Wert im Vergleichsfeld. An heissen Sommertagen, wenn Module 60 bis 70 Grad erreichen, verliert das Trina-Modul am wenigsten Leistung.
Trina gewährt bis zu 25 Jahre Produktgarantie und 30 Jahre Leistungsgarantie mit mindestens 88,5 Prozent Restleistung nach 30 Jahren. Die G3-Serie wurde Anfang 2026 vorgestellt und kommt im Verlauf des Jahres breit in den europäischen Markt – je nach Projektzeitpunkt lohnt es sich, die Verfügbarkeit mit dem Installateur abzustimmen.
Als TOPCon-Modul ist das Vertex S+ G3 in der Regel preislich attraktiver als die Rückkontaktmodelle – bei nur geringem Abstand im Wirkungsgrad.
Direktvergleich: Wo welches Modul punktet
Im direkten Vergleich ergibt sich ein klares Profil der drei Module:
Maximaler Wirkungsgrad: AIKO führt mit bis zu 24,8 Prozent (Kompaktvariante 25,0 Prozent) knapp vor LONGi und Trina mit je rund 24,3 Prozent.
Garantie: LONGi bietet 30 Jahre auf Produkt und Leistung, Trina bis zu 25 Jahre Produkt- und 30 Jahre Leistungsgarantie. AIKO sichert die Neostar-Serie ebenfalls mit langen Laufzeiten ab – massgeblich ist immer das konkrete Garantiedokument der Schweizer Distribution.
Verschattungstoleranz: Die Rückkontaktmodule von AIKO und LONGi verhalten sich bei Teilverschattung gutmütiger als klassische Bauweisen, AIKO hebt sich mit der zellinternen Schutzfunktion nochmals ab.
Temperaturverhalten: Trina führt mit minus 0,26 Prozent pro Grad – relevant für heisse, voll besonnte Dachflächen.
Optik: AIKO und LONGi bieten durchgehend leiterbahnfreie Full-Black-Vorderseiten, Trina ist als Full-Black-Variante mit feinem Kontaktraster erhältlich.
Preis-Leistung: Trina positioniert sich typischerweise am attraktivsten. Die Rückkontaktmodule kosten etwas mehr, holen dies auf kleinen Dächern aber über die höhere Flächenausbeute wieder herein.
Daraus folgt eine einfache Entscheidungslogik: Wer eine kleine Dachfläche maximal ausnutzen will oder mit Teilverschattung lebt, fährt mit dem AIKO Neostar 3S+ am besten. Wer auf maximale Langzeitsicherheit und tiefe Degradation setzt, wählt das LONGi Hi-MO X10. Wer ein grosses, voll besonntes Dach kosteneffizient belegen will, erhält mit dem Trina Vertex S+ G3 das beste Verhältnis von Preis und Ertrag.
Fazit
Einen Fehlkauf gibt es in diesem Vergleichsfeld nicht: AIKO Neostar 3S+, LONGi Hi-MO X10 und Trina Vertex S+ G3 gehören 2026 zu den besten Solarmodulen, die für Hausdächer verfügbar sind. Die Unterschiede liegen in Nuancen – und genau diese Nuancen entscheiden, welches Modul auf einem konkreten Dach über die Lebensdauer den höchsten Ertrag bringt.
Wichtig bleibt der Blick aufs Gesamtsystem: Das beste Modul nützt wenig, wenn Stringplanung, Wechselrichterauslegung oder Montagequalität nicht stimmen. Eine saubere Planung, die Dachform, Ausrichtung und Verschattung berücksichtigt, hat auf den Ertrag oft mehr Einfluss als der Markenentscheid selbst.
Runer Solar verbaut alle drei verglichenen Modulserien und legt sie projektspezifisch aus – abgestimmt auf Dachform, Verschattung und Budget. Wer wissen will, welches Modul auf dem eigenen Dach den besten Ertrag liefert, erhält im Aargau und Kanton Zürich eine kostenlose, unverbindliche Einschätzung.
Quellen
AIKO Solar: Produktübersicht und Datenblätter Neostar 3-Serie (aikosolar.com)
LONGi: Produktseite Hi-MO X10 (longi.com)
Trina Solar: Produktseite Vertex S+ G3 (trinasolar.com)
pv magazine Deutschland: Kompaktes 500-Watt-Modul von Aiko für Dachanlagen (August 2025)
photovoltaik.sh: Vertex S+ G3 und Vertex N G3 mit i-TOPCon Ultra im Überblick (2026)
Solarserver: LONGi macht Hi-MO X10 feuerbeständig (März 2026)
Stand: 10. Juni 2026

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